Yogaunterricht in kleinen Gruppen: Die Vorteile

Ich habe in den letzten 20 Jahren meiner eigenen Yogapraxis alles erlebt: Yoga in vollen Messehallen, in denen gemeinsam geschwitzt wurde. Yoga in großen Studios, in denen locker 50 Schüler:innen Matte an Matte geübt haben. Und Yoga in kleinen Gruppen. Mit viel Raum und Blick auf das Individuelle. Wieso ich genau das bei LoveYourYoga in St. Gallen unterrichte und wo die Vorteile liegen, erfährst du in diesem Text.

Was genau bedeutet denn “kleine Gruppe”?

In unseren Raum im LoveYourYoga passen acht Schüler:innen rein. Manchmal machen wir auch Platz für 10 Yogis, weil wir niemanden wegschicken wollen. Dann ist es kuschelig.


So oder so: Wir sind eine Mini-Runde. Zumindest im Vergleich zu großen Yogastudios. Wenn du in manche Großstädte gehst, dann üben da fünfmal so viele Menschen gemeinsam in einem Raum. Vor Corona war das oft Standard und auch jetzt füllen sich viele Studios wieder in diese Richtung.


Ich will dir nichts falsches erzählen: Es kann zwischendurch auch mal schön sein, auf diese Art und Weise zu üben. Denn es entsteht eine besondere Energie, wenn der Raum so voll ist, die dich durch die Stunde tragen kann. Ich kenne aber auch viele, die genau das nicht wollen. Denen es schlicht und ergreifend zu voll ist in so einem Setting.


Und auch ich habe mich bewusst für einen kleineren Raum entschieden. Wieso? Das erzähle ich dir jetzt:


4 Vorteile von Yoga in Kleingruppen


  1. Mehr Platz für jede:n Einzelne:n

Das klingt vielleicht erstmal banal. Tatsächlich ist es aber so, dass wir die Matten in unserem Raum bewusst so arrangieren, dass jede:r Schüler:in nach vorne, hinten, rechts und links ausreichend Platz hat. Und das, obwohl für die eigene Yogapraxis der Space auf der Matte eigentlich ausreichend ist.


Trotzdem kann es einengend wirken, wenn der Mattennachbar zu sehr auf die Pelle rückt. Und genauso kann es für die/den Nachbar:in unangenehm sein, das tun zu müssen. Das wollen wir vermeiden. Wir wollen, dass sich alle wohlfühlen und dass es wenig Anlass für Konflikt gibt - im Innen oder im Außen.


Und manchmal brauchen wir dann auch doch mehr Platz und sind froh, nicht alle Matten erst nochmal verschieben zu müssen.


2. Mehr Blick fürs Individuelle


Wir versuchen, unsere Yogaklassen so zu konzipieren, dass sie für jedes Level zugänglich sind. Außerdem bieten wir auch spezielle Anfängerklassen an. Trotzdem wird es nie so sein, dass jede:r Schüler:in gleichermaßen innerhalb der Klasse abgeholt werden kann.


Je kleiner die Gruppe ist, desto besser gelingt es uns jedoch. So kann ich in meinen Stunden schnell erkennen, ob jemand gerade einen bestimmten Assist benötigt oder kann die Schülerin im Auge behalten, die heute zum ersten Mal bei uns ist. Auch wenn du zum Beispiel schwanger bist und eine “normale” Yogaklasse üben möchtest, kann es dir ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, wenn du weißt, dass ich dich im Blick habe während der Stunde.


In sehr großen Klassen ist das einfach nicht möglich. Das liegt nicht an den Fähigkeiten der Lehrer:innen, sondern ist einfach der Größe des Raums geschuldet.



3. Mehr Kontakt zwischen Lehrer:in und Schüler:in


So bereichernd auch große Klassen sein können: Es passiert leicht, dass du dich dort als “Nummer” fühlst. Es ist ab einer gewissen Gruppengröße kaum möglich für die Lehrer:innen wirklich mit ihren Schüler:innen in Kontakt zu kommen.


Mir ist das aber sehr wichtig: Dass ich meine Schüler:inne kenne. Dass ich über ihre körperlichen Voraussetzungen Bescheid weiß und einschätzen kann, was gut für sie funktioniert und was nicht.


Aber auch, dass ich zum Beispiel weiß, ob sie einen Job haben, in dem sie den ganzen Tag sitzen oder ob sie Mama von zwei kleinen Kindern sind und sich jetzt mal 90 Minuten Auszeit gönnen wollen. Das Wissen über genau solche individuellen Aspekte lasse ich dann in meinen Unterricht einfließen.


Dadurch habe ich zu vielen meiner Schüler:innen ein freundschaftliches Verhältnis. Auch die Schüler:innen schätzen diese enge Atmosphäre und viele kommen zum Beispiel regelmäßig zu meinen Retreats mit.


4. Weniger Vergleich und “im Außen” sein


Yoga ist eine nach innen gerichtete Praxis. Es geht darum, über die körperliche Yogapraxis den Geist zu beruhigen. Je mehr Ablenkung im Außen ist, umso schwerer gelingt uns genau das.


In großen Yogaklassen wird es immer mindestens eine:n Schüler:in geben, die oder der besonders fortgeschritten ist. Der schon am Anfang der Yogaklasse im Handstand steht, die besonders flexibel ist oder auch besonders athletisch.


Für viele Schüler:innen kann so etwas einschüchternd wirken. Sie gehen in den Vergleich. Und selbst in Klassen mit ähnlichem Level lädt alleine die Gruppengröße zu mehr Vergleich ein. Und auch die grundsätzliche Ablenkung ist höher, je mehr Menschen um dich herum üben.


In einer kleinen Gruppe gelingt es den meisten besser, sich auf die eigene Matte zu konzentrieren. Und dadurch die Wirkung von Yoga unmittelbarer erfahren zu können.

Fazit

Wir üben bei LoveYourYoga ganz bewusst in kleinen Gruppen. Und auch unsere Yogalehrerausbildung findet deswegen in einem intimen Rahmen statt.


Yoga bedeutet Verbindung. Und genau die wollen wir mit unserem Studio herstellen. Zwischen dir und uns. Und auch unter den Schüler:innen. Komm doch mal vorbei und überzeuge dich selbst davon.


Alles Liebe

Deine Maike



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